SPÖ Niederösterreich

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Sozialbericht: Weniger Beihilfen, mehr Beratung

Der heute, Dienstag, von der NÖ Landesregierung angenommene Sozialbericht 2018 erlaubt auch heuer wieder Einblicke in Bedürfnisse und Nöte vieler Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher.

„Von sozialen Beihilfen über Wohnsicherung bis zum Schutz gewaltbetroffener oder bedrohter Frauen helfen und unterstützen wir Menschen in besonders schwierigen Lebenslagen“, resümiert die für soziale Verwaltung zuständige Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig. Der Bericht sei ein guter Anhaltspunkt für soziale Entwicklungen in Niederösterreich.

Zwtl.: Weniger Beihilfen, mehr Beratung
So seien die Ausgaben für Beihilfen und Darlehen für Menschen in Notsituationen 2018 mit ca. 2,38 Mio. Euro leicht rückläufig gewesen (2017: 2,59 Mio. Euro). Dafür steige die Anzahl der Menschen, die sich an die Schuldnerberatung NÖ wenden, kontinuierlich (2018: 2.737 Erstkontakte; 2017: 2.628; 2016: 2.662; 2015: 2.539).

„Privatverschuldung bleibt ein großes Problem. Hier ist unsere strukturelle und nachhaltige Unterstützung und Beratung enorm wichtig“, so Königsberger-Ludwig.

Zwtl.:  Frauenhäuser: Mehr Frauen, weniger Kinder
Die sechs NÖ Frauenhäuser boten im vergangenen Jahr 216 Frauen und 204 Kindern mit 14.775 bzw 13.764 Auslastungstagen Schutz vor Gewalt. Damit wird ein leichtes Plus von 5 Frauen und ein Minus von 28 Kindern im Vergleich zu 2017 verzeichnet.

Die Steigerung der Sicherheit von Frauenhäusern ist Königsberger-Ludwig ein besonderes Anliegen: „Ich freue mich, dass ich für den Ausbau der Sicherheitsmaßnahmen der Frauenhäuser Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner gewinnen konnte und wir nun 100.000 Euro zusätzlich in die Sicherheit der Frauen und Kinder investieren.“

Zwtl.: Kampf gegen Obdachlosigkeit: Blick in die Zukunft
Der Kampf gegen die Obdachlosigkeit wird die Landesrätin auch weiterhin beschäftigen. Es gebe zwar exzellente Arbeit in der Wohnungssicherung, also der Vermeidung von Obdachlosigkeit einerseits und der Betreuung von Obdachlosen andererseits. „Unsere Aufgabe muss es aber auch sein, den Bedarf möglichst genau zu kennen, um unser Angebot treffsicher zu gestalten. Was es braucht, ist eine genaue Bedarfsanalyse vor allem im Hinblick auf Zielgruppe und örtliche Verfügbarkeit, um die Mittel optimal einsetzen zu können und die Hilfe dort anzubieten, wo sie wirklich gebraucht wird“, betont Landesrätin Königsberger-Ludwig.

Abschließend bedankt sich Königsberger-Ludwig bei den zahlreichen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. „Egal, ob in Obdachlosenheimen, in Frauenhäusern oder anderswo – das berufliche und freiwillige Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter macht einen großen Unterschied im Leben jener, die es gerade nicht einfach haben. Wer sozialen Zusammenhalt lebt, lindert Leid und gibt Hoffnung.“